Mittwoch, 2. Oktober 2013

Reisebericht Teil 3 - Mont Blanc/Toskana/Cevennen/Provence

Heute geht es weiter! Vorsicht - viel Text - viele Bilder !!!

Als erstes möchte ich noch einen kleinen Tipp geben, was das Reisen in Italien anbelangt.

** wer in Italien tanken möchte, sollte folgendes beachten:
     Es gibt Tankstellen, die nicht besetzt sind. Also wo es keine Kasse, kein Personal gibt.

     Dort kann man mit Karte oder Bargeld bezahlen. Das Bargeld wird von so einem Automat
     eingezogen. Dann sollte es Piepsen. Das tut es auch. Aber der Sprit kommt erst später!
     Nämlich nach 6 Minuten! Auf der Anlage steht was von 6 Minuti... aber was??? Das kann man
     nur herauslesen, wenn man des Italienischen mächtig ist. Auf jeden Fall ist Geduld gefragt!! Ihr
     kennt meine sprichwörtliche Geduld. Die muss abgefärbt haben, denn der Herr des Hauses,
     hatte sie in dem Moment nicht und so hat sich ein Italiener wohl später gefreut.

     Kopfkino habe ich, wenn ich mir vorstelle, wie ein Italiener an die Tankstelle fuhr und für
     20 Euro tanken durfte!!! und der Madonna wohl dankte !!!




** wer in Italien Kaffee aufbrühen möchte, so wie in Deutschland, sollte sich einen Kaffeefilter
     mitnehmen (denn es gibt keinen Filter zu kaufen!!) 
     Ansonsten muss man improvisieren und zwar so:




wir haben einen Trichter verwendet.


** wer in Italien Auto fährt, sollte sich dem allgemeinen Fahrstil anpassen und keine Angst haben.
     Warum die Italiener auf der Mitte der Fahrspur einem immer wieder entgegen kommen???
      Das habe ich herausgefunden: Ihre Straßen sind so kaputt, dass wir Deutschen über unsere
      kaputten Straßen nicht mehr nörgeln dürfen. Auf einmal fällt die Fahrbahn ins Nirvana ab,
      Barrieren drum herum (wenn überhaupt!), Schlaglöchern weicht man einfach aus, indem man
      mittig fährt.


Genug Text. Noch ein paar Bilder gefällig.... ehe wir dann weiterreisen in die Cevennen und in die Provence.








Am Sonntag, den 15. September fuhren wir sehr früh in Italien weg. Auf ging es, am Meer entlang Richtung Frankreich. An Monaco, Nizza und Cannes entlang. Aix en Provence lag auf dem Weg.
Die Autobahn entlang Richtung Nimes.




 Dort verließen wir die Autobahn und fuhren Richtung Cevennen. Dort lebt meine Freundin und ihre Familie.
Gestern hat unsere Freundschaft den 10.ten Jahrestag gehabt. Hier haben wir eine Woche lang wunderschöne Ferien verlebt. Einfach wieder das südfranz. Leben genossen. Davon gibt es keine Bilder hier zu sehen.
Denn 1) ist das was ganz Privates, 2) habe ich im Blog schon einige Bilder über diese Landschaft gezeigt.


Am Sonntag drauf ging es dann weiter zu Freunden, die wir bei meiner Wahlfamilie in den Cevenen schon vor vielen Jahren kennenlernten und die auch immer wieder eine Einladung aussprachen.
Also ab in die Provence. Nach 3 Stunden Fahrt kamen wir dort an.

Was erwartete uns? Ein reichgedeckter Tisch auf der Terrasse bei 30 Grad und eine Überraschung. Denn 2 Tage zuvor ist ein weiteres Pärchen aus diesem Freundeskreis eingetroffen, was wir nicht wussten. Also haben wir alle gemeinsam einige Tage verbracht.
Sie waren mit ihrem Wohnmobil von der franz./span. Grenze (ihre Heimat) in die Provence gekommen. Nach einem tollen Essen, ging schon die Sonne unter und ich versuchte diese Stimmung mit der Kamera einzufangen.



Die Provence - Olivenbäume/Weinberge - u. grüner als die Toskana.




 Am Montag besuchten wir in Bedoin einen provencalischen Markt. Dieser Markt erstreckt sich durch das ganze Städtchen. Meine Ohren hatten Besuch. 


 Meine Ausbeute: Eine neue Korbtasche, drei Schüsseln (eine wurde verschenkt), ein paar neue Ohrringe.

Am Nachmittag ging es dann rauf auf den Berg, die Tour-de-France-Fahrer nennen ihn die Hölle und ich weiß jetzt warum. 

Mont Ventoux! Der weiße Berg der Provence. Unbeschreiblich. Unglaublich. Eindrücklich.
 
Unsere Freunde wohnen direkt unterhalb des Berges.

 Aber jetzt einfach nur Fotos:
 
Die Luft war dünn.

Die Stangen sind für die Wanderer (??? schnauf im Falle von Nebel) aufgestellt worden.

Die Hitze im Tal war zu sehen!




Hier die Nordseite, da ging es dann runter.



 So, dass war jetzt eine Bilderflut vom Mont Ventoux. Auf dem Heimweg entstanden dann noch weitere Bilder von der Heimat unserer Freunde.



Lavendelfelder (muss sein)

Lamas gibt es auch.  
 
Rückansichten

Apperitifzeit. Es kamen Nachbarn aus dem kleinen Dörfchen zum Apperitif. Wir lernten ein schwedisches Ehepaar kennen, dass dort in dem prov. Dörfchen wohnt.
Beide sprachen Deutsch, Englisch und Französischen. Ich glaube ich brauche nicht zu betonen, was für ein Sprachendurcheinander auf einmal stattfand. Und siehe da, Birgitta hat einen Blog.

Wer Lust hat, sollte Birgitta mal besuchen (auch wer kein französich lesen oder sprechen kann, die Bilder sind wunderschön):
 

mespetitscoins.canalblog.com 

(Werde diesen Blog aber auch an der Seite verlinken).

So haben wir noch einen wunderschönen Abend mit all diesen Eindrücken vom Tag und dem Gefühl wunderbare Freundschaften zu haben verlebt. Danke, liebe Freunde, dass ihr uns das Alles habt erleben lassen.
Über den 3. wundervollen Tag in der Provence (mit einem weiteren Höhepunkt) werde ich dann morgen berichten. Der Eintrag hier ist schon sehr lang geworden.
Ach ja, ein Bild von mir soll es noch geben. Übrigens sind einige Bilder nicht von meiner Kamera, sondern von der Kamera des Freundes aus dem Wohnmobil. Danke dafür, lieber C.

Bis morgen dann......... eure Andrea 
auf dem Ventoux - leicht zersauselt!
 

Kommentare:

  1. ...oh... wie toll ist das denn? Ich bin ja ein kleiner Provence-Fan... hihi... und wenn ich die Bilder sehe, dann könnte ich mich ins Auto setzen und losfahren... *seufz*
    Sieht wirklich beneidenswert aus!!!!

    Lieben Dank für Deinen Kommentar & einen schönen Feiertag!!!
    Katja

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  2. Das sieht nach einer tollen Reise aus :)

    In Schweden gibt es auch solche Tankautomaten. Bemannte Tankstellen sind selten.

    Autofahren in Italien klappt, wenn man alles so macht wie die Italiener. Viel hupen, im 3-spurigen Kreisverkehr zu fünft nebeneinander fahren und ja, Schlaglöchern gekonnt ausweichen.

    Das mit dem Kaffee muss man mit den kleinen italienischen Kaffeekochern lösen. Dann braucht man keine Filtertüten :)

    LG aus dem Norden
    Claudia

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