Dienstag, 21. Februar 2012

Randnotiz 1 : Liebe am Arbeitsplatz

Ich habe mir mal überlegt, wie ich meinen Blog weiterhin "gestalten" könnte. Immer wieder Fotos von meinen neusten Strick-, Häkel- und Nähsachen ist ja auf die Dauer auch nicht der Bringer.

Schreiben ! Ich schreibe gerne. Elendlange Emails, wenn es sein muss. Also könnte ich doch ein Wochenthema einbringen. Über etwas berichten. Meine Auffassung (Meinung = steckt ja mein drin) von manchen Dingen kundtun.

So ist mir gestern ein Thema durch den Kopf gegeistert-- wie wäre es mit dem Thema

Liebe am Arbeitsplatz !
Ja, dass ist eigentlich mein Thema. Denn ich habe mich vor 24 Jahren in meine SE verliebt. Zu der Zeit habe ich mir keinerlei Gedanken gemacht, wie wird das einmal sein, mit deinem Mann zusammen zu arbeiten. Vorneweg wir arbeiten in einer Behörde, mit fast 200 Angestellten. Unser Aufgabenbereich war von jeher unterschiedlich. Also sozusagen in unterschiedlichen Abteilungen.
Ich möchte mal an dieser Stelle sagen, dass man sich schon sehr gut verstehen muss, sich sehr lieben muss, um das alles zu bewerkstelligen. 


Es hat Vor- und auch einige Nachteile.
Kommen wir mal zu den Vorteilen. Ich habe es immer als sehr vorteilhaft empfunden, wenn ein SOS der Kinder kam, sofort mit meinem Mann reden zu können. Auge in Auge. Wie machen wir das jetzt?! Auch ein Hoch an dieser Stelle, dass unser Arbeitgeber immer sehr kolant in dieser Richtung war, wenn dann Einer von uns weg musste.  Ist ja auch nicht selbstverständlich. Oder, wenn es mir mal schlecht ging, war mein Mann da und konnte helfen. 

Weiterer Vorteil, dein Mann kennt alle Arbeitskollegen, ihre Eigenarten, ihre Macken. Somit brauchst du garnicht lange zu erklären. Jeder von uns hat sein "Bild" vor Augen. Gemeinsam nachhause fahren, gemeinsames zur Arbeit fahren hat auch Vorteile, außer der Spritersparnis. Auf dem Nachhauseweg kann man schon mal "ablassen"... wenn man sich aufgeregt hat, spricht man darüber. Kommt man zuhause wieder an, ist die Wut verraucht und das Haus bleibt weitestgehend von diesen Stimmungen verschont. Übrigens, noch ein Punkt! Zuhause ist Zuhause und nicht der "2.te Arbeitsplatz". Hier ist die Arbeit tabu. Hier wird nicht öfters von der Arbeit gesprochen, wie bei Anderen, wo jeder auf einem anderen Arbeitsplatz ist. Vielleicht sogar weniger. Weil ja vieles schon am Tag geklärt wird. Das war von Anfang an so und hilft Arbeit und Familie zu trennen.


Das morgendliche Ritual (die gemeinsame Fahrt), sich auf den Arbeitstag mental einstellen. Vielleicht auch noch durchsprechen, ob man auf dem Nachhauseweg noch einkauft. Über die Eigenarten der Kinder am Morgen ablästern, kann ganz erheiternd sein. Allerdings ich bin ein Morgenmuffel und nicht sehr gesprächig am frühen Morgen. Grins.... das heißt, dass Gespräch ist manchmal sehr einseitig für meinen Mann.

Die Nachteile, na ja, niemand von uns ist sozusagen unbeobachtet. In gewisser Weise laufen wir uns ständig über die Füße. Da kann es schon mal passieren, dass dich das auch mal nervt. Deshalb meinte ich ja, dass man sich schon sehr mögen muss. Da ist es gut, dass jeder eine ganz andere Arbeit verrichtet, wenn wir dann auch nur zwei Zimmer von einander getrennt sitzen.


Es ist ähnlich, wie Ehepaare, die eine Firma haben und leiten. Gottlob fällt bei uns die Sorge um Mitarbeiter weg und auch die Sorge, dass das Geld mal nicht so zeitig eingeht. Viele Bekannte wollen wissen, wie ist das denn seinen Mann den ganzen Tag um sich herum zu haben? Ich antworte mal leicht, mal schwierig. Dasselbe gilt sicherlich für ihn auch. Noch eine kleine Anmerkung, es haben sich noch viele Paare in unserer Behörde gefunden. Der überwiegende Teil - und das ist ja mal sehr positiv - sind auch zusammengeblieben.

Wißt ihr was da auch ganz wichtig ist???? Das man sich in der Freizeit Freiräume schafft, nicht auch noch ununterbrochen aufeinander hängt. Für viele Menschen sind meine alleinige Reisen unverständlich. Haben die Eheprobleme ??? So werde ich oftmals angeschaut. Nein, es ist nur ein wichtiger Teil von Freiräumen.
Wir fahren ja auch zusammen in Urlaub. Aber es ist wichtig seine Bereiche zu haben. Meine wöchentlichen Reitstunden gehören dazu und sicherlich auch mal meine alleinigen Reisen nach Südfrankreich zur Freundin.
Aber über dieses Thema könnte ich ja nächste Woche mal schreiben. Über die Freiräume, die man sich schaffen sollte.

Ich hoffe meine kleinen Anmerkungen haben euch gefallen. Ganz viel könnte man noch schreiben. Aber es sollen ja nur kleine Anekdoten sein. Randnotizen. Vielleicht gefällt es euch ja und schaut mal wöchentlich rein, was es neues an Randnotizen gibt.... wäre schön. Kommentare dazu?? Jederzeit gerne. Vielleicht habt ihr ja euren Mann auch auf der Arbeit kennengelernt?
Freue mich auch über ein Feedback per email: cachet-wellen@t-online.de
 

In diesem Sinne (übrigens noch was, der Mann hat an Karneval auch seinen Freiraum, er darf als Schlagzeuger mit seiner Band Termine wahrnehmen..... schmunzel)....
noch einen schönen Fastnachtsdienstag
Eure Andrea


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